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» DUCATI SPEED DAYS 2011

Die Scuderia Deusmoto war bei den Ducati Speed Days 2011 auf dem Red Bull Ring dabei, welche auch Bestandteil der Ducati Desmo Challenge Austria waren. Diesmal war sogar ein japanisches Motorrad, pilotiert von Suzuki-Andi, in unserer Box vertreten.

Suzuki-Andi tat sich einiges an um auf seiner GSR 600 seine ersten Ringrunden zu drehen. Aus Mangel an Transportmöglichkeiten machte er sich mittwochabends auf seinem Moped auf den Weg nach Spielberg. Dabei folgte er Teamchef Karl und 881 Sebastian, denen die kalte Abendluft im gut beheizten Auto so gut wie gar nicht auffiel, sehr zum Leid von Suzuki-Andi. Architekt Reto war bereits vor Ort und bezog schon mal die Box.
Beim Eintreffen erwartete uns eine wunderschöne Boxenanlage, welche mit jener von Mugello mithalten kann. Grazie mille, Herr Mateschitz!

Der Abend war hart, da die Boxeneinrichtung sich nicht von selbst aufstellen wollte, außerdem war ja noch ein japanisches Motorrad im Straßenzustand. Also, mussten Reifen um montiert und Anbauteile entfernt werden. Am Ende hat sich die Schufterei gelohnt, da unsere Box wohl eine der schönsten und ordentlichsten war.

Der Donnerstag begann bewölkt, aber trocken. Da es sich um einen reinen Trainingstag handelte nutzten ihn alle um sich den Kurs einzuprägen sowie Brems-, Einlenk- und Schaltpunkte zu finden. Für Anfänger gab es zusätzlich eigene Zeitfenster mit Instrukturfahrten. Auch für richtig schnelle Fahrer gab es eigene Sessions, in welchen auch Günther Knobloch, David Linortner, Dario Giuseppetti, Martin Bauer und Matej Smrz für den IDM-Lauf im August trainierten. Es war ein beeindruckender Anblick wie diese Talente teilweise Rundenzeiten der Superbike-WM aus dem Jahre 1999 in den Asphalt brannten.

Im Laufe des Tages kam immer wieder die Sonne durch die Wolkendecke und wärmte den Asphalt gut auf, wodurch sich die Rundenzeiten aller Teilnehmer laufend verbesserten.

Red-Bull-Michi
kam im Laufe des Nachmittags mit seiner 998 und der 748RS sponsored by ITPM für unseren Teamchef an. Auch ein zusätzliches Boxencrewmitglied, Lucky, traf abends ein. Suzuki-Andi war mit einer Rundenzeit von 2:08 ganz gut unterwegs, dafür dass er noch nie zuvor eine Rennstrecke befahren hatte. Er rüstete allerdings am Ende des Tages wieder auf Straßenbetrieb um und machte sich auf den Heimweg, da er diesen Tag als reinen „Schnupperkurs“ nutzte. Nun spielt er mit dem Gedanken sich eine Ducati zuzulegen und an dem einen oder anderen Event teilzunehmen. Sein Boxenplatz blieb aber nicht leer, denn unser Ducati-Andi war mit seiner 999S bereits eingetroffen.

Bei den nächtlichen Fahrerlagerrunden stellte man fest, dass anscheinend alle sehr zufrieden mit der kompletten Anlage und Veranstaltung sind. Der Reifendienst von Artbauer-Racing feierte bereits den Trainingstag ausführlich, steigerte das Ganze aber im Laufe des Wochenendes noch weiter (u. a. mit einer Band), sehr zum Leidwesen ihrer Boxennachbarn.

Am Freitag sah es anfangs genauso so aus wie am Tag davor. Alle waren in den freien Trainings aktiv und machten sich auf Zeitenjagd. Red-Bull-Michi war in seinen ersten Runden gut unterwegs, leider musste er wegen eines defekten Zahnriemens, verursacht durch eine falsch montierte Spannrolle des Vorbesitzers, schon recht früh aufgeben. Der Motor blieb, wie durch ein Wunder, vollkommen unbeschädigt.

Auch die ersten Zeittrainings waren angesagt und Karl konnte sich vorerst den dritten Startplatz in der Limited 2V-Klasse sichern. Während des Zeittrainings platze ein Auspuffkrümmer, dieser wurde jedoch von einem Schlosser in der Nähe schnell wieder zusammengeschweißt. Nachmittags setzte leider immer wieder Regen ein und die restlichen Zeittrainings wurden nur von wenigen Fahrern genutzt, da es am nächsten Tag ohnehin noch zwei weitere Qualifikationstrainings gab. Die Bedingungen waren oft zu nass für Slicks, aber auch zu trocken für Regenreifen, trotzdem war die Stimmung im Fahrerlager nicht schlechter als sonst.

Die ersten Blicke am Samstagmorgen richteten sich gen Norden, denn von dort drohte Unheil in Form von dicken Regenwolken. Alle mussten erneut einen Reifenwechsel vornehmen. Das zweite Zeittraining der Klasse Ducati Supersport wurde als wet practice gestartet, Karl und Sebastian gingen demnach auf Regenreifen auf die Strecke. Nach der Boxenausfahrt stellte man aber fest, dass es nur weit entfernt von der Ideallinie nass war. Sebastian fuhr nur eine einzige gewertete Runde und diese auch nur auf den nassen Stellen um die Reifen für, einen eventuell verregneten, Sonntag zu schonen während Karl Vollgas gab, was den Tod für eine Garnitur Regenreifen bedeutete.

Den restlichen Tag wechselte sich Regen mit ein paar Sonnenstrahlen ab, sodass man immer die falschen Reifen montiert hatte, besonders traf es 881 Sebastian. Resultat daraus war, dass seine Stimmung einen neuen Negativrekord erreichte und alle anderen gut daran taten ihn nicht weiter anzusprechen, immerhin wurden Stiefel und Handschuhe in die nächste Ecke geschossen, anstatt sie auf ihren Platz zu legen, und solche Gegenstände können in geschulten Händen zu gefährlichen Geschossen werden.

Vor dem dritten und letzten Zeittraining der Ducati Supersport war es trocken und es wurden wieder Reifen gewechselt (der Reifendienst hat in der Zwischenzeit bestimmt ein Vermögen verdient), aber nur wenige Minuten vor dem Öffnen der Boxengasse setzte wieder etwas Regen ein und 881 schleuderte diesmal nicht nur die Handschuhe und Stiefel, sondern auch die Lederkombi mit heroischen Kräften gegen die Wand. Lustiger weise war es mit dem Regen schnell wieder vorbei und die Ausrüstung war genauso schnell wieder angezogen wie gegen die Wand geschossen.

Die Strecke war trocken, 881 war noch immer stark gereizt und setzte seine 749R sponsored by ITPM mit einer Zeit von 1:46 auf Startplatz 12, während Teamchef Karl mit 1:48 auf Platz 17 startete. Böse Zungen behaupteten abends, dass seine Zeit nur durch Gerstensaft und Rum zustande kam. Diese These stellte sich allerdings als falsch heraus, da erst nach dem Zeittraining gehörig gefeiert wurde.

Nachdem der Sonntag angebrochen war, war allen klar, dass es heute kein trockenes Rennen geben wird, also wurden ein letztes Mal die Reifen gewechselt. Leider waren durch den Regen auch die Starterfelder stark geschrumpft und nur die hartgesottenen gingen an den Start. Den Anfang der Deusmoto-Mannschaft machte gleich der Teamchef persönlich mit seiner DB5 in der Klasse Limited 2V.

Es starteten erwartungsgemäß nur wenige, in der ersten Startreihe war neben Karl nur noch der Polesetter zu sehen. In der ersten Runde konnte Karl die Führung übernehmen und einen Vorsprung von rund einer Sekunde herausholen.

In der zweiten Runde musste sein stärkster Konkurrent aufgeben und einem Sieg mit über einer Minute Vorsprung stand nichts mehr im Wege. Architekt Reto startete in zwei Rennen. In der Klasse Ducati Superbike holte er Platz acht (Zitat Reto: „Das gesamte Rennen war ein Blindflug“). Dafür konnte er in der Klasse Battle Of Twins einen zweiten Platz einfahren.


Blieb noch das Rennen Ducati Supersport.
Mit 16 Startern war es das größte Starterfeld an diesem verregneten Tag, darunter auch Teamchef Karl und 881 Sebastian. Beide waren mit ihren Platzierungen (Sebastian 8; Karl 9). Ein Duell zwischen den beiden gab es diesmal nicht, da der Abstand zu groß war.

Auch wenn das Wetter nicht das ganze Wochenende mitgespielt hat, waren die Ducati Speed Days ein wirklich tolles Event. Schade, dass durch den Regen nur relativ wenige an den Start gingen, hauptsächlich waren es eben die Fahrer der Ducati Desmo Challenge Austria. Didi Bradl verkündete am Ende der Veranstaltung, dass es nächstes wieder die Speed Days auf dem Red Bull Ring geben wird. Wir wünschen uns für das nächste Jahr nur besseres Wetter, da die Teilnehmerzahl ohnehin schon sehr hoch war.

In diesem Sinne: Bis zum nächsten Jahr an Speed-Days-Besucher und bis in drei Wochen am Pannoniaring an die Ducati Desmo Challenge Fahrer! Danke an ITPM für unsere Motorräder, danke an BLM und GH-Moto für die Veranstaltung, danke an Didi Mateschitz für die Rennstrecke und natürlich danke an alle die uns unterstützt haben.


Text: Sebastian Obrecht
Fotos: Sebastian Obrecht. Liaqad Serah